Spektrale Auflösung

Die spektrale Auflösung wird durch die Anzahl der Spektralkanäle und deren Bandbreite bestimmt. Diese dienen dazu, Unterschiede in der Reflektionscharakteristik verschiedener Oberflächen zu erfassen.

Während das Auge nur die Gesamtheit der Strahlung wahrnimmt, kann ein Satellit je nach Bauart die Strahlung in unterschiedlich vielen Bereichen aufnehmen. Die meisten passiven Erdbeobachtungssatelliten besitzen zwischen 3 - 8 Kanälen und sind daher multispektral. Beispiele sind der amerikanische LANDSAT-Satellit und der französische SPOT (siehe auch Abbildung).

Zoom Sign
Spektrale Auflösung der Satelliten LANDSAT und SPOT
Spektrale Auflösung der Satelliten LANDSAT und SPOT.

Je höher die spektrale Auflösung, desto schmaler ist der Wellenlängenbereich für einen bestimmten Kanal und desto mehr Kanäle gibt es. Bei hoher spektraler Auflösung können einzelne Objekte besser erkannt und spektral unterschieden werden.

Sichtbares Licht: Im Bereich des sichtbare Lichts sind die passiven Satellitensensoren so empfindlich wie das menschliche Auge. Sie "sehen" ungefähr das, was auch ein Mensch sieht, wenn er aus knapp 1.000 km Höhe auf die Erde herabschauen würde. Allerdings nehmen sie nur das auf, was gerade von der Sonne beleuchtet wird.

Infrarotsensoren messen unterschiedliche Wärmegrade im nahen, mitteleren und fernen (thermalen) Infrarot, die mittels Umrechnungen in einzelne Spektralfarben umgewandelt werden. Sie messen z. B. die Oberflächentemperaturen der Wolken und können damit Rückschlüsse auf die Höhe der Wolken treffen (z. B. für El-Niño-Vorhersagen).

Panchromatisch bezeichnet allgemein die spektrale Empfindlichkeit eines Sensors. Die Reflektionswerte werden in abgestuften Grauwerten wieder gegeben, d.h. in Schwarz-Weiß-Aufnahmen (Albertz 2007, Lillesand, Kiefer 2004).