Vegetationsindices
Durch rechnerische Operationen können aus den aufgenommenen Kanälen weitere, sog. "künstliche" Kanäle abgeleitet werden.
Häufig werden sog. Vegetationsindices errechnet um die Vitalität und photosynthetische Aktivität von Pflanzen genauer bestimmen zu können. Diese machen sich den charakteristischen Anstieg der Reflektionskurve der Vegetation vom sichtbaren Licht zum nahen Infrarot (NIR) zu Nutze. Der niedrigen Reflektion von Vegetation im roten Wellenlängenspektrum folgt ein steiler Anstieg im Bereich des nahes Infrarot. Dieser steile Anstieg der Reflektion wird als red edge (siehe Abbildung) bezeichnet.
Der einfachste Vegetationsindex ist der sog. Ratio-Vegetation-Index:
RVI= NIR / Red
Je grö ßer der Quotient, desto grö ßer der Anteil an gesunder Vegetation.
Quelle: DLR
Normalised Difference Vegetation Index
Der Normalised Difference Vegetation Index (NDVI) wird am häufigsten eingesetzt und verknüpft ebenfalls Daten aus dem nahen Infrarot mit Daten im roten Spektralbereich. Er ist jedoch normiert und errechnet nur Werte zwischen -1 (keine Vegetation) und +1 (viel Vegetation). Dadurch kann er Unterschiede in der Beleuchtung und Einflüsse der Geländeneignung kompensieren:
NDVI = (NIR - Red) / (NIR + Red)
Der NDVI wird mit vielen Pflanzeneigenschaften in Verbindung gebracht. So können z.B. Aussagen über den Gesundheitszustand von Pflanzen gemacht und phrenologische Veränderungen festgestellt werden; vorhandene grüne Biomasse kann geschätzt werden sowie die zu erwartenden Erntemengen (Albertz 2007, Lillesand, Kiefer 2004). Weitere Information finden Sie im Tutorium Fernerkundung und Geoinformation in der Landwirtschaft.
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Quelle: DLR
