Bildverarbeitung
Die Bildverarbeitung ist ein Prozess, um ein Ausgangsbild bzw. digitale Daten für eine bestimmte Anwendung interpretierbar zu machen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Methoden, wobei hier nur die gängigsten vorgestellt werden können.
Geometrische Korrektur
Die geometrische Korrektur von Bilddaten ist eine notwendige Voraussetzung für deren Nutzung z.B. in Geographischen Informationssystemen (GIS) und weiteren Bildbearbeitungsprogrammen. Um die Daten mit anderen Daten oder Karten in einem GIS verarbeiten zu können, müssen alle Daten das gleiche Bezugsystem haben. Die geometrische Korrektur oder auch Georeferenzierung genannt, ist ein Verfahren bei dem Karteninhalte einem räumlichen Koordinatensystem (z.B. geographischer Breite und Länge) zugeordnet werden.
Für die Georeferenzierung müssen Bild- bzw. Passpunkte gesucht werden, für die die Koordinaten bekannt sind. Passpunkte werden meist mit GPS-Empfänger im Gelände oder über Karten gesucht. Hierzu sind sichtbare Straßenkreuzung, Brücken über Flüsse, etc. zu detektieren und deren Koordinaten zu notieren. Diese werden dann mit den identischen Bildpunkten des nicht-georeferenzierten Satellitenbildes korreliert. Diese Korrelation kann mit Hilfe von verschiedenen Verfahren oder Projektionen erfolgen (Albertz 2007, Naumann 2008).
Radiometrische Korrektur
Systemkorrekturen sind nötig, wenn wegen technischer Defekte und Mängel des Sensor- und Datenübertragungssystems Fehler in der Bilddatenerstellung entstehen. Ursachen können Detektorausfälle und/oder Leistungsabfälle von parallel arbeitenden Detektoren sein.
Daraus resultiert bei Scannern wie z.B. Landsat TM und MSS, die 6 bzw. 15 Scanzeilen für den gleichen Spektralbereich benutzen, der Ausfall von Scanzeilen immer im gleichen Abstand und somit eine charakteristische Streifung (banding) im Bild erzeugt wird (Albertz 2007, Naumann 2008).
Quelle: Naumann 2008

