Klassifikation
Warum klassifizieren wir Daten bzw. Satellitenbilder? Durch eine Klassifikation erhalten wie beispielsweise aus einem Satellitenbild eine Landnutzungsklassifikation bzw. -karte. Diese kann mit ihrer begrenzten Anzahl an Klassen besser "gelesen" bzw. interpretiert werden und so für weitere Anwendungen und Planungen zur Verfügung stehen.
Bei einer Klassifikation sollen die einzelnen Bildelemente (Pixel) eines Satellitenbildes entsprechend ihrer Werte (Reflexions- bzw. Grauwerte) einer bestimmten Anzahl an Klassen zugeordnet werden (z.B. Landnutzungsklassen).
Klassifikationsprozess
Der Klassifikationsprozess beginnt nach der Beschaffung geeigneter Daten mit einer visuellen Interpretation des Satellitenbildes (siehe auch Abb. rechts). Nach verschiedene Maßnahmen zur Bildverarbeitung und -verbesserung (wie radiometrische und geometrische Korrektur, Streckungen oder Filterungsalgorithmen) kann die eigentliche Klassifikation beginnen. Diese ist wiederum in verschiedene Teile gegliedert. Der Bearbeiter kann zwischen einer unüberwachten (unsupervised) und/oder einer überwachten (supervised) Klassifikation entscheiden.
Klassifikationsmethoden:
- Unüberwachte Klassifikation: rein statistische Analyse (Cluster-Analyse) von Multispektraldaten eines Gebietes (ohne Referenzflächen)
- Überwachte Klassifikation: Jeder Objektklasse werden Referenzflächen, sog. Trainingsflächen z.B. durch Geländebegehungen zugeordnet. Diese Flächen gehören eindeutig zu einer bestimmten Klasse und verbessern so die statistische Klassifikation (Albertz 2007, Naumann 2008).
Verändert nach: Naumann 2008
Beispiel einer Klassifikation aus Modul 5: Landnutzung und Landnutzungswandel:
